COOKIES

Wer heute im Internet surft, ist nicht mehr anonym. Jedes Datenpaket läßt sich anhand einer Kenn-Nummer und Adresse immer zurück- und weiterverfolgen. Die darin enthaltenen Informationen können von unbefugten Dritten umgeleitet, registriert und auch mitgelesen werden. Mit Hilfe der Cookies auf Surfer-Festplatten wäre also theoretisch ein Surfer-Outing möglich. Trotzdem: Sehr schnell kennen die Cookies die Namen von Nutzern. Wird etwa als Windowsname "Gamer" eingetragen, dauert es nur kurze Zeit und alle Cookies heißen genauso. Die Cookie-Kenn-Nummer ist dabei eindeutig zugeordnet. Computer und Internetsurfer werden so immer wieder erkannt.
Kauft man nun im Internet ein und gibt Name und Anschrift preis, so droht ein Dasein als gläserner Surfer. Deutsche Datenschützer mahnen deshalb arglose Internetnutzer zur Vorsicht.
Wichtig ist aber, dass die Surfer selbstbewusst sind, was da mit ihnen geschieht, dass sie nicht naiv im Internet surfen. Denn diese Naivität wird erbarmungslos ausgenutzt, da bin ich mir sicher.
In Datenbanken warten Millionen von Nutzerprofilen auf eine Änderung der Rechtslage und ihre Erschließung für den Werbemarkt.
Dessen ungeachtet erhalten deutsche Surfer die Cookies aus dem Datenschutz-Entwicklungsland USA. Das Cookie-Bombardement läuft. Dennoch: Surfer sind nicht ganz hilflos: Netscape-Nutzer sollten die Datei Cookies.txt löschen und durch einen Ordner gleichen Namens ersetzen. Dann können Cookies nicht mehr gespeichert werden. Mit der Cookie-Datei des Microsoft-Browsers, Index.dat, funktioniert die gleiche Prozedur aber nur unter DOS. In Windows ist die Datei nicht zu löschen. Typisch Microsoft. Mittlerweile gibt es im Internet einen weiteren Daten-Überwachungs-Trick. Er funktioniert ähnlich wie ein Cookie, wird jetzt aber direkt in den Programmcode der Webseiten geschrieben. Deshalb kann man solche "Web-Bugs" oder Webwanzen nicht löschen.
Webbugs sind nichts anderes als ein kleines Bildelement, das auf einer Seite liegt, das allerdings durchsichtig ist, d.h. man sieht es nicht. Solche kleinen Elemente werden dazu benutzt, auch außerhalb des Online-Advertisings, der Online-Werbung, um zu zählen, wie oft Seitenelemente heruntergeladen werden. Das wird auch gemacht auf Seiten, die überhaupt keine Online-Werbung beinhalten.
Neues auch bei Suchmaschinen: So arbeiten seit einiger Zeit Doubleclick und Altavista zusammen, um Werbebanner zielsicherer zu platzieren. Dabei erhalten die Doubleclick-Datenzentren alle bei Altavista eingehenden Suchbegriffe. Selbst bei Begriffen wie AIDS werden Werbebanner gesetzt. Wenn jemand aber zu AIDS und HIV Infos sucht, so sollte das niemanden etwas angehen.
Egal, was Sie im Internet machen, es ist immer verfolgbar.
Möglichkeiten zur Cookie-Kontrolle

1. Wo werden Cookies abgespeichert?

Microsoft Internet Explorer 6:
Cookies werden im Internet Explorer als Text-Files (*.txt) an folgenden Stellen gespeichert :
C:\Windows\Cookies (die eigentliche Cookie-Datei ist hier index.dat)
und C:\Windows\Temporary Internet Files
(Windows NT: C:\....\[Username]\Cookies)


2. Was kann ich tun, wenn ich Cookies überhaupt nicht mehr akzeptieren möchte?

Dafür gibt es folgende browserinterne Einstellungen:

Microsoft Internet Explorer 6:
In Extras/Internetoptionen/Sicherheit/Stufe anpassen unter Einstellungen nach dem Feld Cookies zweimal hintereinander auf Cookies deaktivieren klicken.
Mit diesen Einstellungen wird kein Cookie mehr akzeptiert. Allerdings können dann bestimmte Webseiten möglicherweise nicht mehr korrekt benutzt werden, etwa solche, die mit Warenkorbsystemen arbeiten (Shopping-Sites, z.B. Büchershops).

3. Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich Cookies z.B. beim Internet-Shopping weiterhin benutzen möchte, aber unbedingt eine (längere) Speicherung verhindern will?

Microsoft Internet Explorer 6:
Was bei Netscape so hervorragend funktioniert, klappt beim Microsoft-Produkt zunächst nicht: Die Cookie-Datei index.dat (unter C:\Windows\Cookies) lässt sich unter Windows nicht löschen. Das Ganze (d.h. das Löschen der Datei index.dat und das Erstellen des Ordners Index.dat) klappt aber unter DOS. Nach dem Neustart passiert aber etwas Ulkiges: Unter C:\Windows\Cookies befindet sich zwar jetzt der Ordner Index.dat und die Datei index.dat wurde auch wirklich gelöscht, doch hat nun Windows im Verzeichnis C:\Windows\Temp die neuen Ordner Temporary Internet Files, Verlauf und Cookies mit einer neuen Datei index.dat (mit 16 kb Größe) angelegt. Wenn man nun im Internet surft und Cookies akzeptiert, werden die Cookies jetzt unter C:\Windows\Temp\Cookies als Text-Files abgelegt und die Datei index.dat nimmt leicht an Größe zu (während unserer Surftour von 16 kb auf 32 kb). Gleichzeitig werden die Cookies auch noch im Verzeichnis C:\Windows\Temporary Internet Files gespeichert.
Nach dem Ende eines Internetausflugs muß man nur noch den Ordner Temp unter C:\Windows löschen und danach einen Neustart durchführen. Alle Cookies werden so gelöscht. Nach dem Neustart findet man im Verzeichnis C:\Windows wieder einen neuen Ordner Temp mit den schon erwähnten Ordnern und Dateien, allerdings wurde alles von Windows wieder völlig neu erstellt (die cookiefreie index.dat-Original-Datei unter C:\Windows\Temp\Cookies hat dabei auf unserem Rechner immer eine Größe von 16 kb; sie wird nach jedem Löschen des Temp-Ordners unter C:\Windows und nachfolgendem Neustart automatisch immer wieder neu angelegt). Die alten, bei der letzten Internettour benutzten Cookiefiles (samt alter index.dat) wurden allesamt gelöscht (sie befinden sich jetzt unter Temp[alt] im Windows-Papierkorb, den man aber ohne Probleme leeren kann [Papierkorb/Datei/Papierkorb entleeren]), die temporären Dateien im Verzeichnis C:\Windows\Temporary Internet Files ebenfalls. So fängt der Internet Explorer nach jedem Neustart, jedenfalls was Cookies anbelangt, wieder bei Null an (wie bei einer Neuinstallation). Cookies können so weiterhin z.B. beim Internet-Shopping benutzt werden, verschwinden aber mit Hilfe der obigen Prozedur auf Nimmerwiedersehen.


Alle Angaben ohne Gewähr!!

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